21.03.1926 Wendekreis des Krebses

Während die die Offiziere in der Kaki-Uniform zerflossen, durften die Mannschaften die Arbeits- und Zeugdienste im leichten Sportanzug verrichten. Man war mittlerweile in wärmere Gefilde vorgedrungen und passiert den Wendekreis des Krebses.

Von mangelnder Beschäftigung konnte an Bord nicht die Rede sein. Neben den normalen Diensten waren Lehrstunden über die zu bereisenden Länder und Häfen durch den Kommandanten, Einblicke ins Geschäft der Waffenmeister, Schießspiele der Artillerie und Pistolenschießen, an der Tagesordnung.

Notfallübungen unterbrachen immer wieder den täglichen Trott. So galt es ein Feuer zu bekämpfen oder einen Kameraden (in Form eine Boje) aus den Fluten zu retten.

Nachts wurde die Bedienung der Scheinwerfer geübt, als Vorbereitung auf das geplante Artillerieschießen auf St. Thomas.

Nur wenig Zeit blieb dem Schiffsarzt die Besatzung nach und nach gegen Typhus und Cholera zu impfen.


Quelle: Hans-Georg von Friedeburg: 32000 Seemeilen auf blauem Wasser. Erlebnisse auf der Weltreise des Kreuzers „Hamburg“ 1926/1927. Wilhelm Köhler Verlag, Minden in Westfalen, o.J. um 1928

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