Besuch der deutschen Kolonie in Guatemala

Die deutsche Kolonie der Hauptstadt Guatemala hatte einen Teil der Besatzung (Kommandant, 9 Offiziere, mehrere Deckoffiziere und Unteroffiziere, 20 Kadetten und 40 Mann der Besatzung) eingeladen. Mit einem Extrazug der zentralamerikanischen Eisenbahn ging es gen Guatemala. Dem Kommandanten wurden zur Begleitung zwei Generalstabsobersten zur Seite gestellt. In „Palin“ hielt der Zug und „Eingeborene“ boten den Reisenden Früchte zum Verkauf an.

Nach fünfstündiger Fahrt erwartete sie eine Begrüßung in Guatemala, als wären sie nach Hause heimgekehrt. Die Handelsherren der Firmen Schlubach & Co., Sapper und Nottebohm hatten den Besuch mit allen Mitteln vorbereitet. Ihre Mitabreiter versuchten den Gästen den Aufenthalt so schön wie möglich zu gestalten und beantworteten fleißig alle gestellten Fragen.

Alle Minister des Landes und die amerikanische Gesandtschaft waren zur Begrüßung erschienen, sowie eine 100 Mann starke Militärkapelle.

Da in Guatemala viele deutsche lebten, war das Interesse an der Heimat groß und so gab es bei den Festen und Banketts oft einen Anflug von Heimweh bei Gästen und Gastgebern. Antigua wurde noch mit dem Kraftwagen besucht und dann war der Aufenthalt auch schon wieder vorbei.


Quelle: Hans-Georg von Friedeburg: 32000 Seemeilen auf blauem Wasser. Erlebnisse auf der Weltreise des Kreuzers „Hamburg“ 1926/1927. Wilhelm Köhler Verlag, Minden in Westfalen, o.J. um 1928

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