28.05.1926 Gute Presse

Besonders auf die deutschstämmigen Amerikaner wirkte sich der Besuch sehr positiv aus. Durch den ersten Weltkrieg war ihr Ansehen in Amerika stark gesunken. So wurden z.B. die deutsche Sprache und deutsche Vereine verboten. Der Besuch der „Hamburg“ wirkte dem entgegen. An jeder Straßenecke war die deutsche Nationalhymne zu hören.

So schrieb die California Presse am 28. Mai:

Germania, deren Heldensöhne in allen Teilen der Welt der Übermacht einer ganzen Welt erst wichen, als sie ohne Waffen, ohne Verbindungsmittel waren, als sie durch Hunger, durch Verzweiflung, durch das Wimmern ihrer Kinder, durch nicht eingehaltene Versprechungen ihrer auf die Knie gezwungen wurden, dasselbe Germania redet durch die ‚Hamburg’ zu uns allen.

Der Besuch der ersten amerikanischen Stadt, die ehemaliges Feindesland war, konnte nur als voller Erfolg erklärt werden.


Quelle: Hans-Georg von Friedeburg: 32000 Seemeilen auf blauem Wasser. Erlebnisse auf der Weltreise des Kreuzers „Hamburg“ 1926/1927. Wilhelm Köhler Verlag, Minden in Westfalen, o.J. um 1928

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