31.01.1927 Marmarica bis Kefalonia

In der Bucht von Marmarica verweilte die Hamburg 11 Tage. Die Mannschaft hatte größtenteils Freizeit (Wanderungen, Segeln, Reiten und Ausflüge ins Hinterland).

Die Hamburg nahm wieder Fahrt auf. Die nächsten Stationen lauteten u.a. Kreta, Kythira und dann schließlich das Städtchen Argostoli auf der Insel Kefalonia. Dort werden sie sehr he

 

rzlich empfangen durch den Dr. M Micralis. Ihnen wird die sogenannte „Meermühle“ gezeigt. Zur damaligen Zeit ein Wunder. Die „Meermühlen“ von Argostoli auf Kerphalonia liegen etwa 2 km nördlich des Städtchens Argostoli an der Spitze der in hohem Grade karstartig zerklüfteten Landzunge von Argostoli nahe beieinander.  Zwei Strömungen, die sich lebhaft landeinwärts bewegen, treiben seit 1835 und 1859 zwei Mühlen.  Die Breite der Rinne beträgt 1,50 m, die Wassertiefe 0,33 m und der Durchmesser der Wasserräder zwischen 3 und 4 m.  „Nach genauen Untersuchungen verschwinden dort täglich etwa 60 000 cbm Seewasser im Boden.“ Es gibt heutzutage einige Theorien was dort passiert, aber keine kann das komplette Phänomen beschrieben.

An die Mühle angeschlossen war damals ein Sägewerk, eine Eisfabrik für das Krankenhaus und eine Schrotmühle.

Am Sonntag den 30.01.1927 kam der Dampfer Mont Blanc ebenfalls im Hafen an und die Besatzung der Hamburg half ihm beim Kohlen.

Es folgte ein dreitägiges Gefechtsschießen auf eine Art Zielscheibe die von einem Schlepper gezogen wurde.

 


Quelle: Hans-Georg von Friedeburg: 32000 Seemeilen auf blauem Wasser. Erlebnisse auf der Weltreise des Kreuzers “Hamburg” 1926/1927. Wilhelm Köhler Verlag, Minden in Westfalen, o.J. um 1928