16-18.03.1927 Klar Schiff

Die Reise neigt sich dem Ende zu. Auf Schillig-Reede liegt der Kreuzer als letzte Station vor dem Einlaufen im Heimathafen. Das Schiff und die Mannschaft werden auf Vordermann gebracht.

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11.03.1927 Admiral Scheer und Vigo

Wieder auf See traf die Hamburg gemäß Funkspruchvereinbarung auf den Dampfer „Lützow“. Der Passagierdampfer des Nord-deutschen Lloyd hatte den Sieger von Skagerrak , Excellenz Admiral Scheer, an Bord. Der Kommandant hatte Toppflaggen setzen lassen und die Besatzung stand im weißen Arbeitsanzug wie eine Mauer zur Begrüßung. In ca. 100 Meter abstand passierten die Schiffe sich. Die Stimme des ersten Offiziers ertönte:

Drei Hurras für den Sieger vom Skagerrak !

Der alte Flottenchef empfing die Grüße auf der Nock   der Kommandantenbrücke mit entblößtem Haupt. Beiderseits spielten die Kapellen auf. Der Kreuzer leitete ein Wendemanöver ein und zog mit dem Dampfer gleich auf. Stille kehrte ein und der Admiral grüßte Schiff und Besatzung. Die Schiffe lösten sich wieder voneinander und nahmen ihren ursprünglichen Kurs wieder auf.

Am 09.03.1927 stand die Hamburg vor Vigo und feuerte das letzte Mal Salut für eine fremde Flagge. Der deutsche Konsul Herr Kindling begrüßte sie abermals herzlich wie er es schon 1926 getan hatte. Der Aufenthalt wurde zum Kohlen und vor allem zum putzen und Instandsetzen genutzt. Am 11.031927 verließ der Kreuzer bereits wieder Vigo.

 

Quelle: Hans-Georg von Friedeburg: 32000 Seemeilen auf blauem Wasser. Erlebnisse auf der Weltreise des Kreuzers “Hamburg” 1926/1927. Wilhelm Köhler Verlag, Minden in Westfalen, o.J. um 1928

28.02.1927 Palermo

Nach einem Jahr und fünf Tagen betrat die Besatzung der „Hamburg“ wieder spanischen Boden. Diesmal verschlug es sie nach Valencia. Zur Begrüßung hatten die deutschen Dampfer „Falke“ und „Amalfi“ über die Toppen geflaggt. Der deutsche Konsul Herr Buch hatte zusammen mit der 200 köpfigen Kolonie den Aufenthalt der „Hamburg“ vorbereitet. Für sie war es ein besonderes Ereignis, denn seit 14 Jahren war kein deutsches Kriegsschiff mehr zu Besuch gewesen. Die „S.M.S Victoria Lousie?“ war das letzte Schiff gewesen, das die Kolonie besucht hatte.

Für die Besatzung des Kreuzers wurde sogar ein Stierkampf vor den Karneval verlegt. Alle Offiziere wurden von Zivilgouverneur Sr. Alvarez Rodriguez in die Loge eingeladen, während 200 Mann der Besatzung auf den Rängen dem Schauspiel beiwohnen durften. Vor 15000 Zuschauern schmetterte die Bordkapelle ihre Fanfarenmärsche. Als die spanische Kapelle die deutsche Nationalhymne intonierte standen tausende wie ein Mann auf. Ein bewegender Moment für Besatzung und Kolonialisten. Sechs Stiere und sieben Pferde fanden den Tod an diesem Tag. Drei der Stiere weihten die Matadore Deutschland.

Wesentlich friedvoller ging es in „Sagunto“ zu. Zusammen mit dem Gouverneur und anderen Würdenträgern wurde die Burganlage besichtigt. Im Anschluss ging es zu dem Hüttenwerk der „Companhia Siderurgica del Mediterraneo“, dass besichtigt wurde (es arbeiteten viele Deutsche in diesem Werk).

Aber nicht nur Kurzweil stand auf dem Programm, sondern auch ein für die Kadetten unangenehmer Teil der Reise stand bevor: das Examen!

Drei Tage lang dauerte es an. Die schriftlichen Arbeiten wurden dann in Postsäcken verschnürt und verschickt.

Quelle: Hans-Georg von Friedeburg: 32000 Seemeilen auf blauem Wasser. Erlebnisse auf der Weltreise des Kreuzers “Hamburg” 1926/1927. Wilhelm Köhler Verlag, Minden in Westfalen, o.J. um 1928

16.02.1927 Palermo

Der deutsche Konsul Herr Müller konnte den Kreuzer am 16.02.1927 in Palermo begrüßen.

Kanal von Korinth

14.02.1927 Kanal von Korinth

Am 14.02.1927 erreichte die „Hamburg“ den Kanal von Korinth und befuhr somit den vierten Kanal (Suez, Panama, Kaiser-Wilhelm- und Korinth-Kanal). 1928 hatte der Kanal eine Tiefe von 8 Metern und eine Breite  von 22 Metern. Die „Hamburg“ konnte den Kanal noch passieren, doch schon moderne Kriegsschiffe der Zeit konnten dies nicht mehr. Die Durchfahrt dauerte etwa eine Stunde wobei der „Kreuzer“ geschleppt wurde und nicht aus eigener Kraft den Kanal passierte.

Kanal von Korinth

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27.12.1926 Kairo und die Pyramiden

Für drei Tage ging es nach dem Fest das Inland zu erkunden. Kairo und die Pyramiden standen auf dem Reiseplan. Die Kadetten mit einem Sonderzug und die Herren Offiziere per gestelltem KFZ.

Die Mannschaft zeigt sich sichtlich beeindruckt vom buntem Treiben in Kairo und dem kulturellem Erbe, dass überall zu sehen war.

Besonderen Eindruck haben wohl die Pyramiden gemacht und gaben Rätsel auf wie sie erstellt wurden.